Prof. Dr. Thomas Ankenbrand, Leiter des FinTech-Forums am IFZ der HSLU, präsentierte kürzlich die IFZ Crypto-Asset-Studie 2022. Sein Fazit: Das Ökosystem ist lebendig und wächst. Gestützt wird das empirische Material, das die IFZ nun schon für eine zweite Ausgabe zusammengetragen hat, durch Insights von Industrievertretern, wie etwa von Swissquote zum Mehrwert von Bankdienstleistungen im Crypto-Asset-Markt oder vom Schweizer Krypto-ETP-Emittenten 21Shares, der mittlerweile eine breite Palette an Krypto-börsengehandelten Produkten entwickelt und im Portfolio hat.

Reife des dezentralen Finanzwesens führt zu mehr Innovation

Die Anzahl und Vielfalt der Produkte im Schweizer Anlageökosystem nimmt weiter zu. Die geplante Einführung von Terminkontrakten auf Bitcoin und Ether an der SIX Swiss Exchange etwa ist ein starkes Signal in den Markt. Mit der Entwicklung des Ökosystems seien weitere Innovationen zu erwarten, nicht nur im Bereich der indirekten Anlagen, sondern auch bei den direkten Anlagen, zum Beispiel getrieben durch die Reifung des dezentralen Finanzwesens, so Thomas Ankenbrand in der Studie. Das Ökosystem bietet neben direkten und indirekten Anlagelösungen in Krypto-Assets vor allem auch Infrastrukturdienstleistungen an, vor allem Emissions- und Tokenisierungslösungen, die sich insbesondere an Unternehmen und institutionelle Kunden richten.

Features der zugrundeliegenden DLT-Infrastruktur für Finanzbranche interessant

Mit ihrer Transparenz und dem Potenzial zur Automatisierung dank der zugrundeliegenden Blockchain-Infrastruktur ergeben sich nicht nur für die Kryptobranche viele neue Anwendungen, etwa zur Nachverfolgung, Verwaltung oder Absicherung von Vermögenswerten.
Beobachtet werde, so Ankenbrand, eine «zunehmende Verschmelzung des traditionellen Finanzwesens mit dem Ökosystem der Krypto-Assets». Sein Aufruf geht daher an die Finanzbranche, die DeFi-Entwicklungen genau zu beobachten, um potenzielle Chancen, aber auch Risiken frühzeitig zu erkennen. In welche Richtung sich das Ökosystem entwickeln wird und inwieweit bzw. wie schnell die traditionelle Finanzwelt mit der DLT verschmelzen wird, hänge jedoch in hohem Masse vom technologischen Fortschritt in diesem Bereich und vom regulatorischen Umfeld ab.

Das Inventx ix.Lab betrachtet Blockchain neben etwa Quantencomputing, Metaverse oder anderen Technologietrends der 2. und 3. «Geländekammer» mit einer Perspektive, die bis in die nächsten 5 Jahre reicht. Nach unserer Einschätzung wird der Impact dieser Technologien hoch sein – und radikale Innovation fordern. Das Lab ist genau dafür geschaffen worden: Abgekoppelt vom Alltagsgeschäft soll in der Community experimentiert und geforscht – und Potenzial für die Monetarisierung von DeFi, DLT und Blockchain identifiziert werden.

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