Roman: Ivan, dein Weg in die IT war, sagen wir mal, nicht gerade üblich.
Ivan: Genau! Ich habe eine Lehre im Verkauf bei Interdiscount gemacht. Das Rumtüfteln mit Technik hat mich aber schon immer interessiert. Ich habe nebenbei viel ausprobiert – zum Beispiel mit einem Raspberry Pi gebastelt oder ein automatisches Bewässerungssystem für meine Pflanzen gebaut. Über einen Freund bin ich dann auf Inventx aufmerksam geworden und habe im Juni 2020 im Service-Desk-Team gestartet.

Vom Service Desk ins Digital Banking

R: … was auch seine Herausforderungen hat…
I: Natürlich, das macht die Erfahrung so wertvoll. Ich war rund eineinhalb Jahre im Service Desk und hatte dadurch mit vielen verschiedenen Teams Kontakt. So habe ich in unterschiedliche Bereiche Einblick erhalten, ein gutes Netzwerk aufbauen und auch aktiv neue Themen beschnuppern können – unter anderem im Application Management. So habe ich relativ schnell gemerkt, dass mich das Digital Banking besonders interessiert.

R: Dann folgte der Wechsel ins Application Management – parallel zum Studium. Wie hat das funktioniert?
I: Ich war insgesamt rund 2.5 Jahre im Application Management im Bereich Digital Banking tätig, während ich gleichzeitig Wirtschaftsinformatik studiert habe. Das Studium habe ich dann im Sommer 2024 abgeschlossen. Im Job ging es darum, Applikationen im E-Banking und Mobile Banking zu betreuen, Fehler zu analysieren und zu beheben, und erste eigene SQL-Skripts zu schreiben. Dabei habe ich gemerkt, dass ich noch viel tiefer in diese Themen einsteigen möchte und besser verstehen will, wie die Systeme im Hintergrund funktionieren.

Verantwortung übernehmen und weiterwachsen

R: Gab es einen Moment, der besonders heraussticht?
I: Ja, im Application Management ist relativ früh viel passiert. Zwei erfahrene Kollegen haben das Team verlassen. Nach etwa einem halben Jahr war ich plötzlich einer der Erfahrensten. Das war schon intensiv, ich wurde ins kalte Wasser geworfen. Aber genau das hat mich extrem weitergebracht. Ich musste sehr selbstständig arbeiten und habe viel Know-how aufgebaut. Man sagt ja, Druck formt Diamanten – das beschreibt es ganz gut.

R: Du hast es dir aber nicht bequem gemacht…
I: Richtig, seit Sommer 2024 bin ich Business Analyst im Bereich Digital Banking. Ich arbeite heute stärker an der Schnittstelle zwischen Fachbereich und Technik. Gleichzeitig möchte ich mich weiter in Richtung technische Themen entwickeln. Ich bin jemand, der gerne anpackt und Dinge selbst verstehen will. Deshalb zieht es mich auch stärker in diese technische Richtung. Mein nächster Schritt ist, im Team von Andrés Baumeler stärker im Bereich OpenShift, ArgoCD, Ansible und beim Aufbau von Applikationen mitzuwirken.

Potenzial statt perfekter Lebenslauf

R: Dein Weg ist alles andere als linear. Hat dich das nie gebremst oder aus der Bahn geworfen?
I: Ganz klar: nein. Weil hier nicht nur auf Skills geschaut wird. Natürlich sind die wichtig – aber entscheidend ist, welches Potenzial du mitbringst. Wenn du Interesse zeigst und dich weiterentwickeln willst, bekommst du die Möglichkeit dazu. Ich konnte in verschiedene Teams reinschauen, Dinge ausprobieren und mich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Es gab nie ein «Das gehört nicht zu deinem Bereich».

R: Was macht Inventx für dich konkret aus?
I: Für mich steht hier der Mensch im Mittelpunkt. Es geht nicht darum, was du heute kannst, sondern wohin du dich entwickeln willst. Die Vorgesetzten fördern individuelle Stärken. Man bekommt viel Vertrauen, gleichzeitig wird aber auch erwartet, dass man Verantwortung übernimmt und liefert. Diese Balance ist extrem wertvoll.

Ich weiss nicht, ob ich es perfekt beschreiben kann – aber Inventx ist für mich eine Tuning-Maschine. Du kommst mit gewissen Skills rein, entwickelst dich ständig weiter und holst viel mehr aus dir heraus, als du vielleicht selbst erwartet hättest. Du bekommst Vertrauen, kannst extrem viel lernen und dir viel Know-how aneignen. Es ist eine gute Balance aus Förderung und Eigenverantwortung – und vor allem gibt es kein Silo-Denken.

Ivan Ruiz, Business Analyst Digital Banking

R: Gibt es Projekte, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?
I: Ja, zum Beispiel das GKB Business Banking, das auf der grünen Wiese aufgebaut wurde. Oder auch Projekte, bei denen wir Lösungen entwickelt haben, um bislang physisch versendete Dokumente digital im E-Banking bereitzustellen, sodass Kundinnen und Kunden diese direkt online einsehen und herunterladen können. Das sind Projekte, auf die ich rückblickend wirklich stolz bin.

R: Hättest du vor ein paar Jahren gedacht, dass du heute hier stehst?
I: Nein, überhaupt nicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so in diese technische Richtung entwickle. Aber genau das zeigt, was möglich ist, wenn man die Chance bekommt.