Insights vom Finnova Community Event: Was finnova.neo für die Bank-IT der Zukunft bedeutet

Banking
Podiumsdiskussion mit fünf Männern auf Bühne vor „finnovate“-Hintergrund in Rot‑Violett
Am Finnova Community Event vom 25. August 2026 im Zürcher Kongresshaus diskutierte Urs Rhyner, Leiter Business Development & Sales bei Inventx, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Finnova, Swisscom und AWS über die Technologieplattform der Zukunft. Im Zentrum stand insbesondere finnova.neo und damit die Frage, wie sich die Bank-IT rund um das Kernsystem weiterentwickeln muss.

Vier Punkte lassen sich aus der Diskussion mitnehmen: 

  1. finnova.neo verändert nicht nur das Kernsystem, sondern die Architektur rundherum 
    Der Core bleibt das stabile Herz der Bank-IT. Innovation muss aber nicht mehr zwingend darin stattfinden. Entscheidend wird, wie einfach neue Services, Umsysteme und Partner angebunden werden können. Dafür braucht es eine entkoppelte, API-basierte Architektur. Genau hier liegt eine grosse Chance von finnova.neo: den Core weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine offenere Bank-IT zu schaffen. 
     
  2. Bei der Cloud führt die Entweder-oder-Diskussion in die falsche Richtung 
    Eine der klarsten Positionen von Urs Rhyner im Panel: Inventx setzt auf «Hybrid by Design». Zuerst kommt die Strategie der Bank, erst danach die Wahl der Plattform. Denn im Banking zählen neben Kosten vor allem ein stabiler und regulatorisch sicherer Betrieb, ein Partner mit Branchenverständnis und die Fähigkeit, die Bank-IT langfristig weiterzuentwickeln. Private und Public Cloud sind deshalb keine Glaubensfrage. Sie sind Werkzeuge innerhalb eines Betriebsmodells, das zur strategischen Entwicklung der Bank passen muss. 
     
  3. Differenzierung braucht eine starke technologische Basis 
    Technologie allein schafft noch keinen Wettbewerbsvorteil. Differenzierung entsteht dort, wo Banken ihre Daten gezielt nutzen und Ideen schnell in marktfähige Services übersetzen. Das setzt voraus, dass Business und IT früh gemeinsam arbeiten. Eine offene Architektur, leistungsfähige APIs und eine belastbare Datenbasis schaffen dafür den nötigen Spielraum. Mit AI gewinnt diese Fähigkeit zusätzlich an Bedeutung: Neue Anwendungen müssen sich sicher, schnell und kontrolliert in die bestehende Bank-IT integrieren lassen. 
     
  4. Offene Architekturen schaffen die Basis für neue Geschäftsmodelle 
    Das zeigt sich bei Embedded Finance. Technologisch ist vieles möglich, aber in der Praxis bleiben Integration, Skalierung und Kundenakzeptanz anspruchsvoll. Gerade im fragmentierten Schweizer Markt reicht eine gute API allein nicht. Es braucht ein funktionierendes Ökosystem und Services, die echten Kundennutzen schaffen und Zahlungsbereitschaft auslösen. Für die Bank-IT bedeutet das: Sie muss offen genug für neue Geschäftsmodelle und gleichzeitig beherrschbar, sicher und regulatorisch robust bleiben. 

    «Nicht das einzelne Kriterium gewinnt, sondern die Fähigkeit, diese Spannungsfelder entlang der Strategie des Kunden aufzulösen», fasst Urs Rhyner einen zentralen Gedanken der Diskussion zusammen.

Von finnova.neo zur Bank-IT der Zukunft 

Für Inventx ist die finnova.neo-Transformation bereits konkret: Mit mehreren Kunden sind Projekte gestartet, die unterschiedliche Bereiche der neuen Core-Banking-Generation abdecken. Bei der Graubündner Kantonalbank arbeitet Inventx unter anderem an der Einführung des finnova.neo P&S Layers. Am Event stellte die Migros Bank zudem das gemeinsam mit Finnova und Inventx laufende Neo-Projekt gleich selbst vor. 

Die Banking Application Platform von Inventx verbindet diese Finnova-Kompetenz mit sicherem Betrieb, Integrations-Know-how und Hybrid-Cloud-Modellen. Data & AI Services ergänzen diese Basis dort, wo Daten künftig stärker für neue Services und Differenzierung genutzt werden sollen. 

Das Learning aus dem Finnova Community Event ist deshalb klar: finnova.neo ist ein wichtiger Baustein für die Bank-IT der Zukunft. Entscheidend wird aber, was Banken daraus machen und wie gut Core, Architektur, Betrieb und Innovation zusammenspielen. 

Autor

Roman Dinkel

Strategic Marketing Manager

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